<p class="ql-block">Es gibt nichts, was ein Feuertopf nicht lösen kann. Wenn nicht, dann noch einmal Feuertopf. Es ist schon spät in der Nacht, ich wälzte mich auf dem Bett hin und her und kann schwer einschlafen. Der Tag im Garten bei dem März läuft wie ein Film, eine Szene nach der anderen. Der Feuertopf von heute Abend ist nicht um das Problem zu lösen, sondern um das Glück zu feiern. Das Taxi saust durch den starken Verkehr und hält am Ende der Landesstraße. Das Getreide wächst in den Feldern, ein schmaler Wasserkanal teilt die Felder als Grenzen. Nur die Vögel sind zu hören. Wer sind wir? Wo halten wir uns auf? Wo gehen wir hin? Nach den drei Fragen von meiner Seele kommt eine zärtlich Figur zum Erscheinen und winkt auf uns zu, in ihrer Hand ist eine große Kamera zu erkennen. Das ist unsere Gesprächspartnerin von heute, der März, ihr Kunstname. Sie hat uns herzlich begrüßt. Als Simone und ich geführt in den Garten hinein treten, bin ich sprachlos. Ich kann nur mehrmals Wow aussprechen. Die Brise bringt den Geruch des neu gemähten Grases in die Nase. Der Garten ist voller verschiedenen Blumen. In jeder Ecke liegt Möbel der Nostalgie. Der März geht vor wie eine aufblühende Orchidee. Das ist doch mein Lebensideal, oder? Ich sage zu mir.</p> <p class="ql-block">"Das ist mein Lebensideal," der März setzt sich hin an den langen Teetisch aus dickem Buchsbaum, "so hat jeder Freund von mir gemeint, wenn sie meinen Garten angeschaut haben. Aber als ich das Stückchen Land von hier kaufen möchte, hat jeder von ihnen den Kopf heftig geschüttelt. Ich glaube der Liebe auf den ersten Blick. Zum Schluß habe ich dreifach so teuer wie angeboten bezahlt. Die Hauptttraktion des Landes ist der kleine Wald. Wenn ich hinein gehe, finde ich total eine andere Welt. Hier das Hauptgebäude ist von der Architektur entworfen, alle anderen Bebauungen habe ich selbst geschafft. Dahinter versteckt sich der Wald. Ich habe in den letzten drei Jahren 60℅ meiner Zeit dafür verbracht. Zwei Mal die Woche organisiere ich eine Reise von den Fotografen und der Rest der Zeit ist für meinen Garten verwendet. Wir suchen auf der Reise einen guten Ort und fahren wir hin, um Fotos zu machen, manchmal mit Modell, manchmal ohne. Alle Reiseteilnehmer sind Liebhaber des Fotoshootings. Einen Augenblick bitte, der Garten hat nur einen Nachteil, zu viele Mücken." der März nimmt in der jeweiligen Hand ein hohes Weirauchstäpchen, noch höher als sie. Simone hat sich beruhigt. Sie ist oft mehr bestochen als wir anderen, die Mücken haben Zuneigung beim exotischen Geschmack, hat sie festgestellt.</p> <p class="ql-block">Seit fünfzehn Jahren forscht Simone in Deutschland und auch in China das Glück. Sie nennt sich Glücksforscherin und hat zahlreiche Bücher verlegt. Selbstverständlich kommen wir ins Gespräch mit dem Thema Glück. "Schwer zu sagen, ob ich glücklich bin oder nicht. Aber ich bin zufrieden. Zufrieden ist Glück. Die Sonne ist jetzt zu groß. Wir trinken einen Tee und plaudern. Danach machen wir im Garten Fotos." Der März hat uns Tee und Nüsse sowie Kekse serviert. Der Tee hat uns sofort erfrischt. "Als ich mich bei der Firma kunde, denken alle Freunde, daß ich verrückt bin. Vor drei Jahren habe ich angefangen, den Garten zu bauen. Wenn sie den Garten betreten, benehmen sie sich alle verblüffend und atemberaubend. Sie wollen auch einen solchen Garten haben und mich beauftragt zu suchen. Es gibt keinen weiteren mehr. Mein Garten ist Unikat. Meine Leistung in der Schule war nicht konkurrenzfähig, deshalb habe ich Buchhaltung studiert. Ich denke, ich kann damit redlich mein Brot verdienen. Wie bitte, die Buchhaltung ist nicht einmal in meinem Job verendet. Ich mag Herausforderung. Meine erste Arbeit ist bei einer Redaktion. Monate später kriege meinen zeiten Job bei einem großen Konzern. Das große Unternehmen hat in vielen Städten Tochterfirmen. In Zhengzhou habe ich meinen ehemaligen Mann kennen gelernt.</p> <p class="ql-block">"Kannst du Chinesisch sprechen, Simone? Trinkt ihr Tee. Das Geschirr von den Nüssen und Keksen habe ich in Yunnan besorgt. Auf den Selbsfahrerreisen habe ich die Provinz Yunnan fast durch bereist. Gefällt Yunnan euch auch? Na dann hat das Glück uns zusammen geführt. "Der März hat uns Tee auf gegossen und denkt zurück. Auf ihrem Gesicht lese ich keine Aufregung. Ihre Ruhe und Gelassenheit beeindruckt mich. Wie kann eine so zärtliche Frau einen so schönen und großen Garten aufgebaut haben?" Tja, März, darf ich eine persönliche Frage an dich stellen? " " Ich bin bereit, alle Fragen zu beantworten. Wenn wir im Garten sind, sind wir Freunde. Unter den Freunden bin ich immer offen und ehrlich. Ich bin ledig. Vor fünf Jahren habe ich mich scheiden lassen. Die Tochter besucht die Mittelschule und übernachtet bei meiner Schwester. Am Wochenende hole ich sie nach Hause. Der Garten gefällt ihr ausgezeichnet. Man findet nur schwer seelisch passenden Partner im Leben. Einen Mann suchen? Nein, jetzt habe ich dazu keine Lust."</p> <p class="ql-block">Die hohen Weirauchstäpchen wirken gut gegen die Mücken bei Simone. Am meinem Arm aber kitzelt es immer mehr und mehr. Es kitzelt mich nicht nur am Arm, sondern auch am Herzen. Die Chinesen haben alle das Komplex eines Gartens. Der März nennt ihren Garten als "der Wald versteckt die Ostumzäunung". Der Titel erinnert die Chinesen an den größten Einsiedler und bekannten Dichter vor 1600 Jahren Taoyuanming. Unser Lebensideal liegt im Kopf und der März hat ihren Wunsch verwirklicht. "Vor vier Jahren habe ich mit Freunden ein Geschäft am Internet geöffnet. Ich bin zuständig für Viedioabteilung. Der erste Blick von die Ecke hier hat mein Interesse erweckt. Nichts kann mich verhindern, einen Garten zu gestalten. Auf vieles habe ich wegen dem Garten aufgeben. Verzicht und Gewinnen ist die Münze mit zwei Seiten. Meine Freunde sind nicht neidisch mit meinem Garten, sie schätzen die Erfüllung meines Traums. In den vergangenen drei Jahren habe ich mit dem siebzigjährigen Opa im Dorf den Garten erstellt. Er ist mit dem hohen Alter körperlich noch sehr stark. Die jungen Leute sind einerseits teurer als Opa und andererseits haben keine Lust. Die Freunde fühlen sich hier beruhigt und angenehm wie zu Hause."</p> <p class="ql-block">Ich liege auf dem Bett. Es ist tief in die Nacht hinein. Der Traum bleibt mir fern. Darf ich in meinem Alter als Rentner noch träumen? Man sagt, die Größe einer Bühne entspricht der Größe der Träume. Der März sagt auch, du kannst dir doch nicht vorstellen, wie groß dein Potenzial ist. Sie hat Buchhaltung studiert. Sie ist jetzt vielseitig: Tischlerin, Gärtnerin, Maßschneiderin, Fotografin. "Meine Tochter ist 17 Jahre. Wir sind Freunde. Sie lebt wie ich materiell nicht gierig. Ich kaufe keinen Schmuck, keine Luxuswaren. Ich habe auf meinen Job verzichtet und habe ich meine Tochter gepflegt und erzogen bis die die Grundschule besucht. Damals wohnten wir in Beijing. Ich bringe sie oft zur Veranstaltung der Beijing Fernsehenstation. Alle mögen ihr Kleid, das ich selbst gemacht habe. Im Fofoatelier kriegt man kein gutes Foto. Dann habe ich angefangen, fotografieren zu lernen. Die Fotografie ist heute mein Haupthobby und auch mein Geschäft. Außerdem habe ich noch einen Laden zum Vermieten in der Stadt. Davon kann ich mit der Tochter leben. Nach der Scheidung lebt meine Tochter zwar mit mir, aber sie sie ist stark beeinflusst vom Vater. Wie komisch."</p> <p class="ql-block">Ich liege flach im Bett und starte das dunkle Dach. Der Garten von April ist gebaut wie das Wunderland von Alice in der realen Wel. Wenn ich an die Aussage von April am Ende unseres Gesprächs zurück denke, muss ich lachen---- das bringt meinen Traum immer weiter. "Die Bevölkerung im Dorf sind skeptisch mit meiner Entscheidung bezüglich auf das Land. Die Polizei warnt mich auch vorm unanständigen Geschäft. Aber jetzt, ich habe mit den Dorfbewohnern enge Beziehungen hergestellt und ein positives Vorbild aufgebaut. Sie sind mir behilflich, das Gemüse anzubauen. An ihrer Hochzeit oder Trauerfeier beteilige ich mich oft. Die Blumen, die von hier aus in Sicht sind, habe ich von ihnen geschenkt bekommen, nicht zuletzt auch noch viel altes Möbel. Neidisch? Nein nein, die Dorfbewohner sind auf mich nicht neidisch. Wenn sie Geld haben, bauen sie Haus, statt Garten. Das Haus ist Symbol des Reichtums für die Bauern. Sie haben mich schließlich anerkannt. Wenn sie Probleme haben,wenden sie sich an mich. Ich kann ihnen beim Live-Verkauf behilflich sein wie zum Beispiel, wenn sie ihre Produkte am Internet anbieten wollen. Wir fühlen uns wohl mit einander. Mit meiner Entscheidung vom Garten bin ich so froh und zufrieden."</p> <p class="ql-block">"Ja, März, du bist nicht von hier. Bevor der Garten gebaut ist , hast du in vielen Orten gelebt. Was hast du von hier gelernt? Der Garten ist dein Eden, du widmest dich dem Garten. Er ist wie dein Freund. Wie wird es weiter gehen?" Ohne zu überlegen, sieht der März in den fernen Wald: "Ich bin eigentlich absolut perfektionistisch. Nach drei Jahren nehme ich alles auf, egal ob es perfekt oder nicht. Das ist das Leben, wie es so sein soll. Ich schätze den Morgen. Alles erwacht zu neuem Leben. Ein schöner Tag beginnt wieder."</p> <p class="ql-block">Ich weiß nicht mehr, wann ich endlich eingeschlafen bin. Der Tag im Garten "der Wald versteckt die Ostumzäunung" beim März hat meinen alten Traum erweckt. Morgen ist wieder ein neuer Tag.</p>